Gemeinsame Projekte

Planung und Bau eines Tunnels sind komplexe Angelegenheiten, wo viele unterschiedliche Aspekte zu bedenken sind. Die IGT und die Firma Laabmayr sind zwei renommierte Ingenieurbüros am internationalen Markt. Die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Bauprojekte zeigt das. Machen Sie sich ein Bild davon, welche Projekte in gemeinsamer Zusammenarbeit realisiert wurden.

Projekt 1

Örtliche Bauaufsicht und Koordination
Tunnelkette St. Kanzian

Im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG übernahm die IGT die örtliche Bauaufsicht: Zur Tunnelkette St. Kanzian gehören der 620 m lange Tunnel in Srejach (Deckelbauweise), der 665 m lange Tunnel in Untersammelsdorf (geschlossene Bauweise) und der 230 m lange Grüntunnel Paratschitzen (offene Bauweise).

Schwierige Baugrundverhältnisse aufgrund von lehmigem Untergrund (Seeton). Notwendigkeit von aufwändigen Maßnahmen zur Bodenverbesserung, Düsenstrahlverfahren, Steinschlichtungen, tausende DSV-Säulen und Bohrpfähle als Stütz- und Abdichtungsmaßnahme.

Die bauzeitlichen Rahmenbedingungen durch vorlaufende Spezialtiefbauarbeiten machten das Projekt zusätzlich komplex. Reduktion der Wasserhaltungsmaßnahmen durch ständige Beobachtung der tatsächlichen Verhältnisse vor Ort.

Durch intensive Abstimmungen mit den Projektbeteiligten, die daraus resultierenden Ergänzungen der Versuchsmaßnahmen und Ausführungsanpassungen für erhöhte Qualität konnten Risiken minimiert und die Neuerrichtung von drei Eisenbahntunneln erfolgreich abgeschlossen werden.

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Projekt 2

Neubau S10 Mühlviertler Schnellstraße
Tunnel Götschka

Das Projekt S10 Mühlviertler Schnellstraße umfasst eine 22 km lange Neubaustrecke und führt in Oberösterreich vom Autobahnende der A7 Mühlkreis Autobahn nach Freistadt. Vier Tunnelanlagen, vier Unterflurstrecken und zahlreiche weitere Kunstbauten wurden auf diesem Abschnitt realisiert.

Das aufwendigste Bauwerk ist der Neubau der zweiröhrigen Tunnelanlage Götschka. Der Tunnelvortrieb durchörterte Granite, welche im Vortrieb als fein- bis mittelkörnige oder als grobkörnige Granite (Weinsberger Granit) anstanden.

Die Überlagerung beträgt maximal 110 m. Auf rd. 725m wurde dabei Bebauung unterfahren bzw. lag die Bebauung im Einflussbereich der Tunnelvortriebe. Beide Tunnelröhren sind mit einem Lüftungssystem mit Brandrauchabsaugung und somit mit über die gesamten Tunnellängen durchlaufenden Zwischendecken ausgestattet. Die Lüftergebäude sind an den beiden Portalen angeordnet. Die Verkehrsfreigabe des Tunnels Götschka erfolgte im Dezember 2015.

Tätigkeiten IGT & Laabmayr: Vor- und Einreichprojekt (UVP), Ausschreibungsplanung, Bauausschreibung, Ausführungsplanung, Geotechniker Untertage

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Projekt 3

Neubau 2. Röhre
A11 Karawankentunnel

Die Weströhre des Karawankentunnels wurde 1991 eröffnet und wird seither von der ASFINAG gemeinsam mit dem slowenischen Autobahnbetreiber DARS im Gegenverkehr betrieben. Die Bestandsröhre weist eine Länge von rd. 7870m auf. Der Karawankentunnel verfügt derzeit über keine Fluchtwege.

Die Tätigkeiten der IGT umfassen die Variantenuntersuchung, Tunnelvorentwurf nach STSG, Einreichprojekte für Materienrechte, Ausschreibungs- und Ausführungsplanung, GTU, Deponieplanung, Planungs- und Baustellenkoordination, BIM – Pilotprojekt.

Basierend auf dem Ergebnis der Variantenstudie wurde entschieden den Vollausbau des Karawankentunnels für den Richtungsverkehr umzusetzen. Die Neubauröhre weist eine Länge von ca. 7840m auf und wird in bergmännischer Bauweise errichtet.

Neben den schwierigen geotechnischen Bedingungen stellen auch die zu erwartenden großen Bergwassermengen im Zuge des Vortriebes eine besondere Herausforderung für die Planung dar. Im Zuge des Neubaus der zweiten Röhre ist das Portalgebäude Nord zu erweitern und die unterirdischen Betriebszentralen an die neuen Anforderungen anzupassen. Zusätzlich sind die Vorportale mit der Brückenplanung abzustimmen. Zur Ablagerung des Ausbruchmaterials wurde ein Bodenaushubdeponie im Bereich Kanin eingereicht. Geologie, Tunnel und Betriebszentrale wurden zusätzlich als BIM – Pilotprojekt bearbeitet.

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